BAD HONNEF SÜD - Historie und Hintergründe
Die Flächen von Selhof-Süd und auch die
angrenzenden, heute bereits bebauten Flächen stehen schon sei Jahrzehnten
in der Diskussion.
Früher sind dort Obstbauern ihrer landwirtschaftlichen
Tätigkeit nachgegangen. Nach und nach wurden diese Flächen bebaut
(Im Wingert, An der Zickelburg etc.) oder werden heute noch - wie am Beispiel
der heutigen Grünfläche Selhof-Süd zu sehen - von Schrebergärtnern,
Reitfreunden oder Campern als naturnahes Erholungsgebiet geschätzt.
Keinesfalls handelt es sich bei dem Gebiet lediglich um eine Ansammlung ökologisch
höchst wertvoller Brombeersträucher.
Bereits in den 70er Jahren gab es einen gültigen Bebauungsplan für
das Gelände. Die damaligen Planfestsetzungen sahen teils fünfgeschossige
Gebäude in Stil und Ästhetik der damaligen Zeit vor. Es waren Grundstücksbesitzer
selbst, die auf dem Klageweg eine Nichtigkeit des Bebauungsplans erwirkten.
Viele
Jahre und viele Diskussionen später, d.h. Ende der Neunziger,
wurde erneut ein Anlauf zur Bebauung des Selhofer Südens unternommen.
In einer mühevollen und teils detektivischen Detailarbeit wurden mehrere
hundert Grundstückseigentümer ausfindig gemacht und angeschrieben.
Ziel
war eine gemeinsame städtebauliche Entwicklung des Gebietes im
Dialog mit allen Eigentümern. Was bis dato niemand so recht glauben
mochte: von 100 % Fläche, die ein Grundstückseigentümer einbringen
würde, kämen nach dem Umlegungsverfahren, also unter Berücksichtigung
aller Ausgleichsmaßnahmen und unter Anrechnung öffentlicher Flächen
nur 60% effektiv verwertbare Grundstücksfläche heraus. Die immensen
Entwicklungskosten ließen den Nettomarktwert der verbleibenden Fläche
erheblich unter den von den Eigentümern erhofften Erlös fallen.
Es kam, wie es kommen musste: die für eine vorhabenbezogene Erschließung
notwendige Einmütigkeit unter den Eigentümer entpuppte sich als
Illusion. Und so ist es bis heute geblieben.
Zwischenzeitlich hatte
sich aber nicht nur ein Grummeln unter den Eigentümern
breit gemacht, sondern auch in der Bevölkerung wuchs der Unmut über
eine weitere Bebauung. Hintergrund war und ist die zunehmende Verkehrsproblematik
auf den Hauptstraßen unserer Stadt, insbesondere auf der Linzer Straße.
Dies führte im Jahre 2001 zur Gründung unserer Bürgerinitiative.
Erfolgreich konnte eine Bebauung des Selhofer-Südens durch einen Grundsatzbeschluss
des Rates vorerst gestoppt werden. Der Rat legte per Beschluß fest,
daß gute
und zukunftssichere Verkehrsqualität in Bad Honnef hat allererste Priorität
haben müsse. Eine unabdingbare Voraussetzung für eine Bebauung
von Selhof-Süd sei ferner eine nachhaltige Lösung für das
zusätzliche Verkehrsaufkommen. Und ganz entscheidend: Eine Bebauung
von Selhof-Süd dürfe erst geplant werden, nachdem die Lösung
der Verkehrsprobleme realisiert sind. Dieser Ratsbeschluss gilt noch
heute und kann nur dort aufgehoben werden.
Seit Beginn der aktuellen
Ratsperiode 2004-2009 werden erneut von Bauwilligen heftige
Geschütze
für eine Bebauung aufgefahren. Immer unverblümter
wird der nach wie vor gültige Ratsbeschluss einer Lösung der
Verkehrsprobleme vor Erschließung des Selhofer Südens von Bürgerblock,
FDP und FWG ignoriert. Die Polemik, mit der diese Parteien Druck auf
Andersdenkende auszuüben, ist für alle Beteiligten ein Schritt
zurück – nicht
nur inhaltlich, sondern auch in der Art des Miteinanders.
Das Gute aber
zuletzt, und hier kommen Sie als Bürgerinnen und Bürger
ins Spiel:
• Die Historie von morgen ist noch beeinflussbar.
• Nutzen Sie diese Chance aus Liebe zu dieser Stadt!
• Unterstützen Sie unsere Initiative gegen eine ausufernde Bebauung
in Bad Honnef!

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